Marktbericht 2026 Wohnimmobilien im Rhein-Erft-Kreis www.von-poll.comBeata von Poll Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, Ihnen den aktuellen Marktbericht für Wohnimmobilien im Rhein-Erft-Kreis zu präsentieren. Regionale Gegebenheiten sind für die Einschätzung des Wertes einer Immobilie von großer Bedeutung. Neben individuellen Aspekten wie Bausubstanz und Ausstattung spielt die Lage als Überbegriff für äußere Faktoren dabei die entscheidende Rolle. Die wirtschaftliche Entwicklung der Region, Infrastruktur und Freizeitmöglichkeiten sowie Architektur und Atmosphäre der Umgebung beeinflussen allesamt den Preis, zu dem eine Immobilie verkauft oder vermietet wird. Der vorliegende Marktbericht unterstützt Sie dabei, die aktuelle und zukünftige Situation auf dem Immobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis beurteilen zu können. Die Research-Abteilung unseres Hauses hat mit unseren regionalen Experten dazu in- terne und externe Daten ausgewertet. Auf diese Weise bieten wir Ihnen Transparenz über den realistischen Marktwert Ihrer aktuellen oder zukünftigen Immobilie. Profitieren Sie von einem weiteren Vorteil unseres Hauses, der über die Möglichkeiten eines Marktberichtes hinausreicht: Unsere qualifizierten Immobilienmakler (IHK) und geprüften freien Sachverständigen für Immobilienbewertung (PersCert®) schätzen gern kostenfrei und unverbindlich den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie ein. Mit der Kompetenz eines internationalen Maklerunternehmens und den regionalen Kenntnissen unserer erfahrenen Kollegen bringen wir Ihr Vorhaben zu einem erfolgreichen Abschluss. Wir freuen uns, Sie persönlich beraten zu dürfen. Beste Grüße4 Marktbericht 2026 Quellen: Destatis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) STANDORTINFORMATIONEN Der Rhein-Erft-Kreis liegt im Westen Nordrhein-Westfalens und grenzt unmittelbar an Köln. Das Kreisgebiet reicht vom Rhein im Osten bis zur Zülpicher Börde im Westen. Städte wie Hürth, Kerpen und Pulheim bilden wirtschaftliche und kulturelle Zentren der Region. Die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz ist durch Autobahnen sowie Bahnverbindungen gesichert, zudem verbindet der Flughafen Köln/Bonn mit Europa. Kulturell und landschaftlich zeigt der Kreis ein vielseitiges Profil. Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl gehören zum UNESCO-Welterbe und zählen zu bedeutenden barocken Bauwerken Deutschlands. Beliebte Ziele sind zudem Freizeitparks und die Ville-Seenplatte mit Wander- und Radwegen. Historische Stadtkerne mit Kirchen, Burgen und Museen laden zu Erkundungen ein. Rekultivierte Braunkohlereviere entwi- ckeln sich im Strukturwandel zu Natur- und Erholungsräumen. Der Rhein-Erft-Kreis ist ein bedeutender Industriestandort mit Tradition im Energie- und Rohstoffsektor, geprägt durch Braunkohleabbau und Stromerzeugung. Gleichzeitig gewinnen neue Wirtschaftsbereiche an Gewicht: Erneuerbare Energien, Wasserstoff, Logistik, Maschinenbau, Chemie, Digitalisierung und Umwelttechnologien stehen im Fokus. Die Region pro- fitiert vom Austausch mit den Forschungsstandorten Köln, Bonn und Aachen. Gewerbeflächen, Infrastruktur und die Nähe zu Köln/Bonn schaffen gute Rahmenbedingungen für Unternehmen. Das kulturelle Leben im Rhein-Erft-Kreis ist vielfältig und re- gional verwurzelt. Theater, Konzerte, Open-Air-Festivals und Stadtfeste bereichern das Angebot. Karnevalsveranstaltungen bleiben fester Bestandteil des Jahreskalenders. Durch die Nähe zu Köln und Bonn, die gute Infrastruktur, vielfältige Freizeit- und Kulturangebote sowie den Strukturwandel verbindet der Rhein-Erft-Kreis wirtschaftliche Perspektiven mit hoher Lebensqualität und präsentiert sich als attraktiver Lebensmittelpunkt in der Region. Einwohner 477.988 Einwohnerdichte (Einw. je km²)678,3 Fläche (km²)704,7 Haushalte 216.549 Haushaltsgröße (Ø)2,20 Bevölkerungsentwicklung (2012 bis 2024)+23.412 Prognose Einwohner (bis 2033) +9.110 Pendlersaldo (täglich) -45.881 Kaufkraft pro Kopf (€)29.498 Kaufkraft indexiert (%, Deutschland = 100) 105,9 Bruttoinlandsprodukt (in Mio. €, 2022) 20.447 Wohneigentumsquote (%)51,2 Leerstandsquote Wohnungen (%) 1,1 Wohnungsbestand 233.532 Durchschnittliche Wohnungsgröße (m²) 95,3 Rendite (für Wohnungen in Prozent)4,2 Kaufpreisfaktor (für Wohnungen in Jahren)23,8 Baugenehmigungen (Wohnungen, 2024)1.024 Baufertigstellungen (Wohnungen, 2024)1.098 Gästeübernachtungen (2024, in Mio.)1,45 Ärztedichte (Ärzte je 100.000 Einwohner)174,9 Grün- und Erholungsfläche (Anteil an Gesamtfläche in %)64,2 Wirtschaft Demographie Immobilien- und Wohnungsmarkt Infrastruktur und Lebensqualität5 ÜBERSICHT Marktbericht 2026 Quellen: empirica-regio (VALUE Marktdaten), GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) BAUTÄTIGKEIT Bautätigkeit 2012 bis 2024 | Baugenehmigungen und Baufertigstellungen Im Jahr 2024 wurden insgesamt 1.098 Wohnungen fertigge- stellt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von rund 35 Prozent, womit das Fertigstellungsniveau deut- lich zurückfällt. Die Baugenehmigungen bleiben mit 1.024 Wohnungen klar hinter der starken Phase 2018 bis 2022 zurück, zeigen gegenüber dem schwachen Vorjahr aber eine leichte Erholung. Insgesamt hat die Wohnungsbautätigkeit spürbar an Dynamik verloren, wird durch zuvor angestoßene Projekte aber weiterhin getragen. GemeindeEinwohner 2025 KERPEN66.604 HÜRTH 62.163 BERGHEIM61.878 PULHEIM 56.095 FRECHEN52.242 ERFTSTADT 48.750 BRÜHL45.743 Die hochpreisigsten Gemeinden Ø-Angebotspreis für Wohnimmobilien 2026 in €/m² GemeindePreis 2026 PULHEIM 4.209 HÜRTH 4.206 WESSELING 3.982 FRECHEN 3.971 BRÜHL 3.913 BERGHEIM 3.517 ERFTSTADT 3.346 DEMOGRAPHIE Einwohnerentwicklung 2005 bis 2025 | Prognose bis 2045 Wanderung jährliche Fortzüge und Zuzüge Die einwohnerstärksten Gemeinden Einwohner 2025 420.000 440.000 460.000 480.000 500.000 20052015202520352045 0 7.000 14.000 21.000 28.000 35.000 20052010201520202025 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 20121314151617181920212223246 Quellen: Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) ETW (Eigentumswohnung) EFH/ZFH (Ein-/Zweifamilienhaus) TRANSAKTIONSMARKT Marktbericht 2026 Ein-/Zweifamilienhäuser: Eigentumswohnungen: 2025: 734,3 Mio. Euro vs. 2024: +6,6 % | +45,2 Mio. Euro Maximum: 752,0 Mio. Euro | 2020 2025: 405,7 Mio. Euro vs. 2024: +7,9 % | +29,9 Mio. Euro Maximum: 488,7 Mio. Euro | 2021 Ein-/Zweifamilienhäuser: Eigentumswohnungen: 2025: 429.930 Euro vs. 2024: +1,8 % | +7.687 Euro Maximum: 482.389 Euro | 2022 2025: 262.727 Euro vs. 2024: +1,7 % | +4.445 Euro Maximum: 268.982 Euro | 2021 Kaufpreis 2025: Mietpreis 2025: Bestand: 3.199 €/m² | +6,8 % vs. 2024 Neubau: 5.422 €/m² | +13,1 % vs. 2024 Bestand: 11,44 €/m² | +5,6 % vs. 2024 Neubau: 14,11 €/m² | +0,9 % vs. 2024 Quadratmeterpreis Wohnungen Kaufpreis und Mietpreis in €/m² | Bestand und Neubau Ein-/Zweifamilienhäuser: Eigentumswohnungen: 2025: 1.708 Transaktionen vs. 2024: +4,7 % | +76 Transaktionen Maximum: 1.867 Transaktionen | 2019 2025: 1.544 Transaktionen vs. 2024: +6,1 % | +89 Transaktionen Maximum: 1.855 Transaktionen | 2020 Geldumsatz in Mio. € Durchschnittskaufpreis in Tsd. € Transaktionen - 800 1.600 2.400 3.200 4.000 20121314151617181920212223242025 0 250 500 750 1.000 1.250 20121314151617181920212223242025 0 120 240 360 480 600 20121314151617181920212223242025 0,00 3,00 6,00 9,00 12,00 15,00 0 1.200 2.400 3.600 4.800 6.000 20121314151617181920212223242025 Kaufpreis Mietpreis7 Quellen: GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) ANGEBOTSMARKT Marktbericht 2026 Zahl der Angebote auf Immobilienportalen Angebotsdauer auf Immobilienportalen in Tagen Kaufpreisverteilung Ein- und Zweifamilienhäuser auf Immobilienportalen nach Preisspannen | 2026 und 2025 Kaufpreisverteilung Eigentumswohnungen auf Immobilienportalen nach Preisspannen | 2026 und 2025 Ein-/Zweifamilienhäuser: Eigentumswohnungen: Q1/2026: 2.020 Angebote vs. Q4/2025: +16,9 % | +292 Angebote Maximum: 2.020 Angebote | Q1/2026 Q1/2026: 1.073 Angebote vs. Q4/2025: +4,8 % | +49 Angebote Maximum: 1.188 Angebote | Q3/2023 Ein-/Zweifamilienhäuser: Eigentumswohnungen: 2025: 92 Tage vs. 2024: +13,6 % | +11 Tage Maximum: 92 Tage | 2025 2025: 81 Tage vs. 2024: -12,0 % | -11 Tage Maximum: 93 Tage | 2023 2026 2025 2026 2025 Anteile 2026: 16,3 Höchste Preisklasse 2026: ab 750 Tsd. Euro | 1,7 % % | bis 150 Tsd. Euro 43,7 % | 150 – 300 Tsd. Euro 25,9 % | 300 – 450 Tsd. Euro Anteile 2026: 15,7 Höchste Preisklasse 2026: ab 750 Tsd. Euro | 9,6 % % | 600 – 750 Tsd. Euro 36,1 % | 450 – 600 Tsd. Euro 30,1 % | 300 – 450 Tsd. Euro ETW (Eigentumswohnung) EFH/ZFH (Ein-/Zweifamilienhaus) 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % bis 150 Tsd. € 150 -300 Tsd. € 300 -450 Tsd. € 450 -600 Tsd. € 600 -750 Tsd. € ab 750 Tsd. € 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % bis 150 Tsd. € 150 -300 Tsd. € 300 -450 Tsd. € 450 -600 Tsd. € 600 -750 Tsd. € ab 750 Tsd. € - 25 50 75 100 125 20151617181920212223242025 2026202320242025 - 700 1.400 2.100 2.800 3.500 Q3Q4Q1Q2Q3Q4Q1Q2Q3Q4Q18 Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) WOHNLAGENKARTE Marktbericht 2026 WOHNLAGEN PREMIUM GEHOBEN GUT MITTEL EINFACH GEWÄSSER WALDFLÄCHEN In Ausnahmefällen können einzelne Objekte von der generalisierten, hier angezeigten Wohnlage abweichen.9 Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2026) WOHNLAGEN UND PREISE Marktbericht 2026 Lage20252026 PREMIUM 950.000 – 1.700.000 1.150.000 – 1.850.000 GEHOBEN 720.000 – 1.000.000 770.000 – 1.210.000 GUT 550.000 – 740.000 590.000 – 790.000 MITTEL 350.000 – 580.000 370.000 – 610.000 EINFACH 190.000 – 360.000 200.000 – 390.000 Ein- und Zweifamilienhäuser in € Lage2025 2026 PREMIUM 5.600 – 6.600 5.650 – 6.800 GEHOBEN 4.400 – 5.800 4.650 – 5.850 GUT 3.300 – 4.600 3.500 – 4.800 MITTEL 2.300 – 3.500 2.500 – 3.650 EINFACH 1.600 – 2.600 1.650 – 2.700 Eigentumswohnungen in €/m² Lage20252026 PREMIUM 720.000 – 900.000 1.050.000 – 1.400.000 GEHOBEN 580.000 – 750.000 730.000 – 1.100.000 GUT 400.000 – 600.000 530.000 – 740.000 MITTEL 280.000 – 420.000 380.000 – 540.000 EINFACH 175.000 – 290.000 180.000 – 390.000 Doppelhaushälften/Reihenhäuser in € Lage2025 2026 PREMIUM 14,50 – 18,00 15,50 – 19,00 GEHOBEN 12,00 – 14,80 13,70 – 15,70 GUT 10,60 – 12,20 12,10 – 13,80 MITTEL 9,30 – 11,00 10,20 – 12,20 EINFACH 8,15 – 9,60 8,50 – 10,30 Miete (Wohnungen) in €/m² Premiumlagen Pulheim Pulheim bietet ruhiges Wohnen in Stadtnähe. Die Nähe zu Köln, gute Verkehrsanbindung und ein breites Bildungs- und Freizeitangebot machen die Gemeinde attraktiv für Familien und Pendler. Geprägt ist das Wohnbild durch Einfamilien-, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen mit Gärten. Besonders gefragt sind Stommeln und Brauweiler. Neue Baugebiete, Infrastrukturprojekte und ein aktives Vereinsleben erhöhen die Wohnqualität. Pulheim zählt zu den begehrtesten Orten im östlichen Rhein-Erft-Kreis. Hürth Hohe Wohnqualität und die Nachbarschft zu Köln prägen Hürth. Die Stadt punktet mit eigener City, guter ÖPNV- Anbindung, Einkaufszentren und Freizeitangeboten. Wohnlagen reichen von Altbauquartieren bis hin zu Neubausiedlungen. Besonders beliebt sind Efferen, Hermülheim und der Bereich um den Otto-Maigler-See. Öffentliche und private Investitionen werten viele Stadtteile deutlich auf. Frechen Frechen entwickelt sich dynamisch zur urbanen Trendlage im Speckgürtel Kölns. Der Stadtteil Königsdorf ist durch seinen direkten S-Bahn-Anschluss, die gewachsenen Ortsstrukturen und die naturnahe Umgebung besonders gefragt. Auch in Bachem und Buschbell sorgen Neubauprojekte, energetische Modernisierungen und Sanierungen für frische Impulse im Stadtbild. Die Stadt überzeugt durch eine gelungene Kombination aus guter Erreichbarkeit, Wohnvielfalt und stabiler Nachfrage. Trendlagen Erftstadt Erftstadt verknüpft naturnahe Wohnqualität mit verkehrlicher Nähe zur Metropole Köln. In Liblar und Lechenich finden Familien und Pendler gleichermaßen attraktive Perspektiven – sowohl durch neue Baugebiete als auch durch ener- getische Sanierungen. Die stabile Nachfrage wird durch Nachverdichtungspotenzial in bestehenden Wohnlagen weiter gestützt. Besonders die Kombination aus kleinstädtischem Flair und moderner Infrastruktur macht Erftstadt zu einem sich dynamisch entwickelnden Wohnstandort. Wesseling Während Wesseling in vielen Lagen Aufwertungspotenzial zeigt, profitieren Keldenich und Berzdorf von Neubauprojekten, Modernisierung der Infrastruktur und Rheinlage. Köln und Bonn sind gut erreichbar, was Berufstätige an- zieht. Öffentliche wie private Investitionen sorgen für Aufbruchsstimmung – erste Preissteigerungen spiegeln den Wandel bereits wider. Brühl Brühl verbindet historische Bauten mit moderner Lebens- qualität. Die Schlossstadt bietet eine starke Anbindung, kulturelle Vielfalt und grüne Wohnlagen. Pingsdorf, Badorf und Brühl-Ost sind besonders gefragt. Gepflegte Einfamilienhäuser, kleine Wohneinheiten und sanierte Altbauten prägen das Bild. Naherholungsgebiete wie der Villewald und die Seenlandschaft steigern zusätzlich die Attraktivität. Next >